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Am 07.04.2018 sind auf dem Friedhof am Wehl in Hameln das neugestaltete Gräberfeld und das Denkmal für die NS-Opfer im hamelner Zuchthaus vom hamelner Oberbürgermeister Claudio Griese eingeweiht. An der Einweihung nahmen neben weiteren Vertretern der Stadt, des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, des Ministeriums für Inneres und Sport auch Angehörige der Opfer sowie der Initiator Bernhard Gelderblom teil.
181 Tafeln auf dem wiederhergestellten Gräberfeld C 1 tragen die Namen der hier ursprünglich bestatteten Zuchthausopfer. 42 Opfer wurde nach 1945 umgebettet. Am Rande des Gräberfelds informieren Stelen über ihre Schicksale und die Zustände, die während der Zeit des Nationalsozialismus im Zuchthaus herrschten. Im Rahmen eines vom Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln initiierten und von der EU unterstützten Projekts hatten sich 2013/14 Schülerinnen und Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums für eine würdige Gestaltung des Gräberfeldes engagiert. Der nun umgesetzte Entwurf für das Denkmal geht auf die Schülerin Svenja Broska zurück. Elf meterlange aus dem Boden ragende Nägel erinnern an die NS-Opfer des Zuchthauses.